Die künstliche Evolution der Cyborgs
von Marion Friedrich
Der Mensch projiziert seine Vorstellung von sich in die Zukunft und manipuliert nach diesem Bild seinen Organismus. Er konstruiert biologische Systeme und greift in die Evolution ein, indem er sein eigener Schöpfer wird. So wird der Mensch der nächsten Generationen heute, zumindest aus der Perspektive der Bioinformatik, gesehen. Durch die aufgrund dieses Forschungsziels entstehende ethische Problematik eröffnet sich der Philosophie ein spannendes Themenfeld: Die fortschreitende Technologisierung der Welt scheint außer Kontrolle geraten zu sein, Horrorvisionen einer zukünftigen Welt unter der Gewaltherrschaft von Maschinen und blinder Fortschrittsoptimismus stehen nebeneinander. Die Philosophie muss hier ethische Stellung beziehen. Doch inwieweit kann sie sich in der Diskussion um Risiken und Chancen des Fortschritts beteiligen und einen akzeptablen Lösungsvorschlag bringen? (mehr…)
Künstliche Intelligenz
Die «neue» künstliche Intelligenz
Ein nach wie vor aktuelles Thema in der Informatikforschung ist die «neue» künstliche Intelligenz (KI) oder «Embodied Artificial Intelligence» (AI).
Ziel der KI ist die Konstruktion und das Verständnis menschlicher Intelligenz. Neu ist seit Mitte der 60er-Jahre, dass dies anhand von Konstruktionen an autonomen Robotersystemen geschieht, die in dynamischen Wechselwirkungen mit ihrer Umwelt intelligentes Verhalten zeigen. Dies setzt voraus, dass die Kreaturen eine minimale Autonomie besitzen, so genannte Agenten sind. Diese Art KI unterscheidet sich deutlich von jener der 70er-Jahre, wo man sich überwiegend mit Teilgebieten und deren Algorithmen befasste. Dies führte zu Systemen, die mit einer stark vereinfachten Umweltkomplexität und einem sehr stark eingeschränkten Intelligenzbegriff auskommen mussten und konnten. In der «neuen» KI versucht man diese Vereinfachungen zu vermeiden: Ein «embodied» KI-System muss sich in der realen Welt bewähren. (mehr…)
Sound-Experimente 5 (Weird Stuff)
„The reacTable is an electro-acoustic music instrument with a tabletop Tangible User Interface that has been developed within the Music Technology Group at the Universitat Pompeu Fabra in Barcelona (…)“ weiter bei Wikipedia
Reactable live in Berlin:
Worms making music:
Circuit bending is the creative short-circuiting of low voltage, battery-powered electronic audio devices such as guitar effects, children’s toys and small synthesizers to create new musical instruments and sound generators.
Sound-Experimente 4 (Sampling)
„…Die Ära des digitalen Sampling beginnt 1979 mit integrierten digitalen Synthese-, Aufzeichnungs- und Samplingsystemen im Hoch-Preis-Bereich wie Fairlight CMI und Synclavier. Der Emulator I (1981) war wenig später bereits für eine fünfstellige Summe erhältlich, Mitte der 80er-Jahre waren Sampler wie der Ensoniq Mirage oder der Polaroid-Sampler Akai S-612 auch für Bands erschwinglich.(…)
Mit der Verfügbarkeit erschwinglicher Technik verbreitet sich Sampling zunehmend in der populären Musik. Die Firma Casio stellt das Samplingkeyboard SK-1 vor, welches erstmals (noch in 8 Bit) ermöglicht, zwei bis drei Sekunden lange Klänge aufzunehmen und in allen Tonhöhen wieder abzuspielen. Besonders in der Pop-Musik und beim Hip-Hop (MPC) erfreut sich die Technologie bald großer Beliebtheit. Einer der populärsten Vorreiter war das Stück Pump up the volume von MARRS aus dem Jahre 1987. Der 16 Bit-Standard ist Mitte der Neunziger professionell üblich. Genres wie Drum ’n’ Bass, Breakbeat, House oder Trip Hop basieren fast vollständig auf den neuen Möglichkeiten, die Sampler, wie die der Firmen Akai, Roland, Emu oder Korg, Musikern nun verschaffen. Schallplattensammlungen dienen als Fundus auf der Suche nach dem idealen Loop. Die Tracker-Szene nutzt vorhandene PC, Soundkarte und Software sowie Sample-CDs, um Ähnliches zu tun. …“ weiter bei Wikipedia
Digital-Sampling:
Live-use:
Monome KSD:
Lemur Sequenzer mit Touch-Screen:
Und hier eine Live-sampling mit Beatbox-Elementen (siehe Sound-Experimente 2):
Sound-Experimente 3 (Scratching)
„Nach der Verbreitung des Scratchen innerhalb des Hip-Hop ab Ende der 1970er Jahre, wurde es durch die Hit-Single Rockit von Herbie Hancock 1983 erstmal der breiten Öffentlichkeit bekannt. Das Scratch-Solo auf dem Sprachsample „scratch“ in der Mitte dieses Stückes machte dieses Sample zu einem häufig auf Scratchplatten wiederveröffentlichten Standard.
Vor allem in den letzten 10 Jahren wurden eine Vielzahl Unterschiedlicher Techniken (engl. Moves) zur Erzeugung bestimmter Klänge und Rhythmen entwickelt. Mittlerweile hat sich daraus und aus dem Beatjuggling eine eigene Kunstform gebildet, das Turntablism. (…) “ weiter bei Wikipedia