Tocotronic

Zusammen mit Blumfeld und Die Sterne gelten Tocotronic als Teil der Hamburger Schule. Diese vereinfachende Kategorisierung wird von der Band im Lied Ich bin neu in der Hamburger Schule ironisch aufgegriffen. Von der Band und anderen Vertretern der Stilrichtung wird eher „Diskursrock“ als passend empfunden.
Ende 1993 gründen die Hamburger Punkmusiker Jan Müller (Baßgitarre), Arne Zank (Schlagzeug) und der aus Freiburg zugezogene Gitarrist und Sänger Dirk von Lowtzow Tocotronic (benannt nach einem Gameboy-Vorläufer) und starten damit ein Pop-Phänomen nahezu britischen Ausmaßes. Die seinerzeit in Selbstreferenz erstarrte Hamburger Musikszene feiert erste Konzerte der Band wie eine Offenbarung: Die eigenwilligen Frisuren, der Cordhosen-Werbe-T-Shirt-Trainingsjacken-Stil, die Höflichkeit der Ansagen werden gewürdigt und bewundert. Der Fanclub Megatronic gründet sich, noch bevor ein einziger Tocotronic-Ton auf Platte verewigt ist.

2004 wurde Rick McPhail, der die Band schon länger auf Tour begleitet hatte, offizielles Bandmitglied bei Tocotronic. Im Januar 2005 erschien ihr bis dahin letztes Album Pure Vernunft darf niemals siegen.
Im Januar 2007 wurde Verlautbarungen auf der Band-Website zufolge das nächste Album abgemischt, welches bereits im November 2006 fertig aufgenommen wurde und am 6. Juli 2007 erscheinen wird. Es wird den Titel Kapitulation tragen. Gleichzeitig gaben Tocotronic die Trennung von ihrer langjährigen Plattenfirma L’age d’or bekannt. Kapitulation wird demnach beim UDD-Label Vertigo Berlin erscheinen.
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Mein Prinz

11. Mai 2007. Musik. Kommentieren.