Klaus Kinski
„Klaus Kinski wurde 1926 in Zoppot, Freie Stadt Danzig (heute Polen) geboren. 1930 zog die Familie nach Berlin.
Schon während der Schulzeit musste Kinski sein Geld zum Unterhalt selbst erwirtschaften. Dazu nahm er Tätigkeiten als Schuhputzer, Laufjunge und Leichenwäscher auf. 1944 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in den Niederlanden in britische Kriegsgefangenschaft. Bereits im britischen Kriegsgefangenenlager „Camp 186“ in Berechurch Hall bei Colchester spielte Kinski erste Theaterrollen auf der provisorischen Lagerbühne.
Kinski wurde einem stetig wachsenden Publikum als „Ein-Mann-Wanderbühne“ in Berlin, München und Wien bekannt. Er zog ab 1953 durchs Land, rezitierte auf kleinen Bühnen Arthur Rimbaud, François Villon, Friedrich Nietzsche, Kurt Tucholsky und das Neue Testament. Zu dieser Zeit kam er unter anderem mit der Theaterregie-Ikone Fritz Kortner wie auch zuvor schon mit Bertolt Brecht in Berührung. Seine Rezitationen, beispielsweise aus Werken von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und eben Brecht, wurden auf über 25 Sprechplatten veröffentlicht. Spätestens durch die deutschen Edgar-Wallace-Verfilmungen wurde Kinski dem Kino-Publikum und somit der breiten Öffentlichkeit bekannt. Die Aufmerksamkeit des internationalen Publikums erregte aber wohl besonders seine eindrückliche Nebenrolle in David Leans Doktor Schiwago (1965). (…)
Kinski hatte eine überaus exzentrische Persönlichkeit, die von liebenswürdiger Sanftheit bis zu fürchterlichen Ausbrüchen und wüsten öffentlichen Beschimpfungen reichte. Seine Reifejahre waren von ständigen hypochondrischen Befürchtungen geprägt.
In dem Dokumentarfilm Mein liebster Feind schildert der Regisseur Werner Herzog, der als Jugendlicher kurze Zeit mit Kinski in einer WG gelebt hatte und später fünf mal mit ihm drehte, das Verhältnis zwischen ihm und Kinski.“ weiter bei Wikipedia
aus Mein liebster Feind von Wener Herzog