Nur ein Film
Wenn Gefühle wirklich nur biochemische Prozesse in unserem Gehirn sind, sind sie Projektion, Leinwand und Publikum zugleich.
Ein Film, den unser Gehirn auswählt. Je nach Bedarf Romantik, Drama, Spannung, Komödie…
Unser Denken als Vorführer und Hinters-Licht-Führer?
Die Projektionsfläche könnte man sich verkörpert durch unsere seelische Verfassung oder besser unseren momentanen Energiezustand vorstellen, und das „Erleben“ als die Reaktion auf die Projektion.
Anders als beim Film besteht demnach jedoch weder räumliche noch zeitliche Trennung zwischen den drei Ebenen.
Durch Entspannung kann die Projektionsfläche aufgelöst werden. Eine Gleichgültigkeit bewirkt, dass der Film, den man nicht ansieht, aufhört.
Das alles ist zugegebenermaßen natürlich eine sehr unromantische und fatalistische Sicht der Dinge.
Aber, wahrscheinlicher dünkt es doch sowieso, dass man mit dem Verstand genauso wenig das Gefühl verstehen, wie mit dem Gefühl den Verstand fühlen kann.
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