Sound-Experimente 2 (Human Beatbox)
Zunächst unser Freund Lasse Gjertsen (siehe Sound-Experimente 1) mit einer allerdings wieder mit Stop Motion geschnittenen Beatbox
Es geht aber auch ohne Fremdhilfe, wie man am Beispiel von Beardyman (Kenny Everett) sieht
Mr. Scratch (USA):
Joel Turner bei Australien Idol:
Hier der Nouvelle-Star-Anwärter Joseph (Frankreich):
Eklips (Frankreich):
Shlomo (UK):
Drum ‘n Bass von UK Human Beatbox:
Sound-Experimente 1 (Stop Motion)
Hier ein Video (Titel: „Amateur“), das ich zuerst bei Metacafé gesehen habe. Ein sowohl des Klavierspiels als auch der Percussion völlig unkundiger Zeitgenosse namens Lasse Gjertsen hat mithilfe des Videoschnittprogramms „Stop Motion“ ein Musikstück geschaffen, dass von erstaunlicher Virtuosität zu zeugen scheint.
Das Video inspirierte auch andere Stop-Motion-Adepten wie z.B. den Autor des folgenden Clips. Er spielt ein Klavierstück von Yann Tiersen auf mehr oder weniger einem Finger…
… oder diesen 1-man-act mit einem Song der Indiepopband Soup aus Norwegen.
… oder dem gesampelten Do-Re-Mi-Song aus „the Sound of Music“ mit U2-Schlagzeug
Max Goldt

Max Goldt (* 18. September 1958 in Weende, heute ein Ortsteil von Göttingen; eigentlich Matthias Ernst) ist ein deutscher Schriftsteller und Musiker. Er zog 1977 nach dem Abitur nach Berlin, wo er eine Fotografenausbildung begann. Er brach diese jedoch ab und wandte sich der Musik zu. 1981 gründete er zusammen mit Gerd Pasemann das teilweise der Neuen Deutschen Welle zugeordnete Duo Foyer des Arts (bekannteste Lieder: Eine Königin mit Rädern untendran, Wissenswertes über Erlangen, Komm in den Garten, Hubschraubereinsatz), für das er textete und sang. Zahlreiche Schallplattenveröffentlichungen, auch solo, folgten (zum Beispiel 1984 Die majestätische Ruhe des Anorganischen). Mit Stephan Winkler produzierte er als Musik-Duo NUUK die LP/CD Nachts in schwarzer Seilbahn nach Waldpotsdam.
Heute ist er vorrangig als Schriftsteller bekannt. Nachdem er mit humorvollen Kolumnen in der Berliner Underground-Zeitschrift Ich und mein Staubsauger in kleinem Kreis Aufmerksamkeit erregte, engagierte ihn das Satire-Magazin Titanic. Hier veröffentlichte er zwischen 1989 und 1998 108 Kolumnen unter den Titeln Aus Onkel Max’ Kulturtagebuch, Diese Kolumne hat vorübergehend keinen Namen, Manfred Meyer berichtet aus Stuttgart und Informationen für Erwachsene. Seit Januar 2005 erscheint diese Titanic-Kolumne wieder. In unregelmäßigen Abständen erscheinen Kompilationen (nicht nur von Kolumnen, auch von Fotos, Liedtexten, Dialogen und Tagebucheinträgen) in Buchform.
Seine Texte zeichnen sich allesamt durch Wortwitz, hohe sprachliche Eleganz und die Kunst der Abschweifung aus. Häufig ironisiert er die Ironie selbst wiederum. Wenn er sich zum Beispiel scheinbar über Kleinigkeiten echauffiert, tut er dies entweder aus Freude am harmlosen Echauffieren oder um das sinnlose Echauffieren zu parodieren. Seine Texte schlagen deshalb sprachlich wie inhaltlich Haken, die es dem Leser schwer machen, sich mit dem Inhalt zu solidarisieren. So lässt er den Leser letztlich immer wieder im Unklaren, ob der Autor sich mit dem Leser überhaupt solidarisieren möchte. Kritiker schätzen genau diese Freude am Disparaten und am sprachlichen Hakenschlagen (vgl. Hans Mentz, „Komik a la carte“, Titanic Jahrgang 1986).
Seit 1996 arbeitet Goldt als Comictexter mit dem Zeichner Stephan Katz zusammen (zahlreiche Alben als Comicduo Katz und Goldt), Comic-Strips erscheinen regelmäßig in Titanic, Intro und der Zeit.
Max Goldt lebt als freier Schriftsteller und Musiker in Berlin, unternimmt jedoch regelmäßig Lesereisen durch den deutschsprachigen Raum. Auf diesen Lesungen testet er stets auch unveröffentlichte, noch in Arbeit befindliche Texte.
hier ein kleiner Lesespass:
Intaktes Abdomen, dank coolem Verhalten
11.09.01
Bitte keine Blumen. Ich habe keine Vasen. (Tagebuch)
Tocotronic
Zusammen mit Blumfeld und Die Sterne gelten Tocotronic als Teil der Hamburger Schule. Diese vereinfachende Kategorisierung wird von der Band im Lied Ich bin neu in der Hamburger Schule ironisch aufgegriffen. Von der Band und anderen Vertretern der Stilrichtung wird eher „Diskursrock“ als passend empfunden.
Ende 1993 gründen die Hamburger Punkmusiker Jan Müller (Baßgitarre), Arne Zank (Schlagzeug) und der aus Freiburg zugezogene Gitarrist und Sänger Dirk von Lowtzow Tocotronic (benannt nach einem Gameboy-Vorläufer) und starten damit ein Pop-Phänomen nahezu britischen Ausmaßes. Die seinerzeit in Selbstreferenz erstarrte Hamburger Musikszene feiert erste Konzerte der Band wie eine Offenbarung: Die eigenwilligen Frisuren, der Cordhosen-Werbe-T-Shirt-Trainingsjacken-Stil, die Höflichkeit der Ansagen werden gewürdigt und bewundert. Der Fanclub Megatronic gründet sich, noch bevor ein einziger Tocotronic-Ton auf Platte verewigt ist.
2004 wurde Rick McPhail, der die Band schon länger auf Tour begleitet hatte, offizielles Bandmitglied bei Tocotronic. Im Januar 2005 erschien ihr bis dahin letztes Album Pure Vernunft darf niemals siegen.
Im Januar 2007 wurde Verlautbarungen auf der Band-Website zufolge das nächste Album abgemischt, welches bereits im November 2006 fertig aufgenommen wurde und am 6. Juli 2007 erscheinen wird. Es wird den Titel Kapitulation tragen. Gleichzeitig gaben Tocotronic die Trennung von ihrer langjährigen Plattenfirma L’age d’or bekannt. Kapitulation wird demnach beim UDD-Label Vertigo Berlin erscheinen.
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Mein Prinz
Organische Architektur
Als organische Architektur werden Richtungen der Architektur seit der Wende zum 20. Jahrhundert zusammengefasst, die die Harmonie von Gebäude und Landschaft, eine den Baumaterialien gemäße, „organisch“ aus der Funktion heraus entwickelte Form sowie eine biologische, psychologische und soziale Zweckmäßigkeit der Architektur anstreben.
(…) Stilistisch ist die organische Architektur heterogen und keiner bestimmten Ästhetik verpflichtet – der Grundgedanke, nicht Funktion, Materialien und Zweck einem Form- oder Stilwillen zu unterwerfen, sondern die Form aus diesen Bedingungen „erwachsen“ zu lassen, brachte ganz unterschiedliche Ergebnisse hervor.
Architekturbeispiele von Eero Saarinen, Oscar Niemeyer und Santiago Calatrava :
Klaus Kinski
„Klaus Kinski wurde 1926 in Zoppot, Freie Stadt Danzig (heute Polen) geboren. 1930 zog die Familie nach Berlin.
Schon während der Schulzeit musste Kinski sein Geld zum Unterhalt selbst erwirtschaften. Dazu nahm er Tätigkeiten als Schuhputzer, Laufjunge und Leichenwäscher auf. 1944 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in den Niederlanden in britische Kriegsgefangenschaft. Bereits im britischen Kriegsgefangenenlager „Camp 186“ in Berechurch Hall bei Colchester spielte Kinski erste Theaterrollen auf der provisorischen Lagerbühne.
Kinski wurde einem stetig wachsenden Publikum als „Ein-Mann-Wanderbühne“ in Berlin, München und Wien bekannt. Er zog ab 1953 durchs Land, rezitierte auf kleinen Bühnen Arthur Rimbaud, François Villon, Friedrich Nietzsche, Kurt Tucholsky und das Neue Testament. Zu dieser Zeit kam er unter anderem mit der Theaterregie-Ikone Fritz Kortner wie auch zuvor schon mit Bertolt Brecht in Berührung. Seine Rezitationen, beispielsweise aus Werken von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und eben Brecht, wurden auf über 25 Sprechplatten veröffentlicht. Spätestens durch die deutschen Edgar-Wallace-Verfilmungen wurde Kinski dem Kino-Publikum und somit der breiten Öffentlichkeit bekannt. Die Aufmerksamkeit des internationalen Publikums erregte aber wohl besonders seine eindrückliche Nebenrolle in David Leans Doktor Schiwago (1965). (…)
Kinski hatte eine überaus exzentrische Persönlichkeit, die von liebenswürdiger Sanftheit bis zu fürchterlichen Ausbrüchen und wüsten öffentlichen Beschimpfungen reichte. Seine Reifejahre waren von ständigen hypochondrischen Befürchtungen geprägt.
In dem Dokumentarfilm Mein liebster Feind schildert der Regisseur Werner Herzog, der als Jugendlicher kurze Zeit mit Kinski in einer WG gelebt hatte und später fünf mal mit ihm drehte, das Verhältnis zwischen ihm und Kinski.“ weiter bei Wikipedia
aus Mein liebster Feind von Wener Herzog
Vergebung
Dir versprechen am Abgrund
Dich verstehen trotz Widerwillen
Sich versteigen in haltlose Theorien
Uns vergessen bei Kerzenschein
Dir verzeihen nach Enttäuschung
Dich verlassen und verwinden.
(P. Harder)
Verloren
Zweifelnd betrachtest Du eine Welt,
Die nicht Deine zu sein scheint
Enttäuscht wendest Du Dich ab
Und gehst Deinen einsamen Weg
Hoffnungslos versuchst Du ein Ziel zu erkennen
Doch die Sicht ist getrübt
Vielleicht ist es an der Zeit,
Die Welt mit anderen Augen zu sehen
(P. Harder)
Kunst
Kunst kommt ja bekanntlich in ethymologischer Sicht vom Wort Können. Aber wenn diese Herleitung heute noch eine Bedeutung hat, dann doch wahrscheinlich die, sich ausdrücken zu können.
Denn Kunst bedeutet, meiner Meinung nach, etwas zu vollbringen, dass sich der eigenen Kritik entzieht oder ihr die wenigste Angriffsfläche bietet. Was die eigene Person also am besten wiederspiegelt bzw. einen ihrer Teilaspekte wie zum Beispiel eine Auffassung, ein Charakterzug, ein Gefühl …
Die Kritik ist natürlich nicht statisch und ändert sich mit der persönlichen Entwicklung. Also ist Kunst auch ein Foto des eigenen Entwicklungsstandes.
Nur ein Film
Wenn Gefühle wirklich nur biochemische Prozesse in unserem Gehirn sind, sind sie Projektion, Leinwand und Publikum zugleich.
Ein Film, den unser Gehirn auswählt. Je nach Bedarf Romantik, Drama, Spannung, Komödie…
Unser Denken als Vorführer und Hinters-Licht-Führer?
Die Projektionsfläche könnte man sich verkörpert durch unsere seelische Verfassung oder besser unseren momentanen Energiezustand vorstellen, und das „Erleben“ als die Reaktion auf die Projektion.
Anders als beim Film besteht demnach jedoch weder räumliche noch zeitliche Trennung zwischen den drei Ebenen.
Durch Entspannung kann die Projektionsfläche aufgelöst werden. Eine Gleichgültigkeit bewirkt, dass der Film, den man nicht ansieht, aufhört.
Das alles ist zugegebenermaßen natürlich eine sehr unromantische und fatalistische Sicht der Dinge.
Aber, wahrscheinlicher dünkt es doch sowieso, dass man mit dem Verstand genauso wenig das Gefühl verstehen, wie mit dem Gefühl den Verstand fühlen kann.