Nana Asase

Die in Ghana geborene Künstlerin Nana Asase, die den größten Teil ihrer Kindheit und Jugend in Deutschland verbrachte, lebt und arbeitet heute in New York, dem Wahlort ihrer Film und Foto-Kunst. Nachdem ich im Folgenden zwei Ihrer Kurzfilme zeige, lasse ich sie selbst zu Wort kommen, um sich und ihre Arbeit vorzustellen.

The Last Train to Lido:

Mephisto and I (the trip):

„My first love has always been literature, and its ability to transform mood and setting simply by a string of words, often revealing subtleties that are like little hidden treasures. Yet in expressing myself, I find that this medium falls short, at times. My work exhibits my deepest most intimate feelings that transcend verbal barriers, but also how I perceive the way others show their emotions. I want to portray an array of human emotions, in a contemporary way, with simple modern tools.

My interest in photography was sparked after a brief flirt with experimental film-making. I fell in love with my conventional point and shoot camera, with which I completed two mood-heavy film projects. To me, capturing the mood was essential to understanding the subtleties, which were embedded within the films, and it is in turn the mood that sets the tone in my photography. (mehr…)

11. September 2007. Film, Foto. Kommentieren.

Girls in Hawaii

Girls In Hawaii sind eine Formation, die seit 2002 für eine neue Gitarren-Schrammel-Hysterie in ihrem belgischen Heimatland sorgen. Wer bei dem Namen allerdings an braungebrannte, in kurzen Röckchen betörende Mädchen denkt, der wird enttäuscht. Die Geschichte der neuen belgischen Hoffnung beginnt mit dem Sänger Antoine Wielemans, dem Gitarristen Lionel Vancauwenberghe und einem Acht-Spur-Gerät. Girls In Hawaii fangen dann im Laufe der Zeit an zu wachsen. Brice Léonard (Gitarre), Christoph Léonard (Gitarre, Synthesizer), Daniel Hoffermann (Bass) und Denis Wielemans (Schlagzeug) gesellen sich zum Duo dazu und alle lernen schnell ihre musikalischen Gemeinsamkeiten für den amerikanischen Folk-Rock-Pop kennen. weiter bei laut.de

Wikipedia-Beitrag auf englisch

oder live…

Myspace-link

29. Juli 2007. Musik. Kommentieren.

Die künstliche Evolution der Cyborgs

von Marion Friedrich
Der Mensch projiziert seine Vorstellung von sich in die Zukunft und manipuliert nach diesem Bild seinen Organismus. Er konstruiert biologische Systeme und greift in die Evolution ein, indem er sein eigener Schöpfer wird. So wird der Mensch der nächsten Generationen heute, zumindest aus der Perspektive der Bioinformatik, gesehen. Durch die aufgrund dieses Forschungsziels entstehende ethische Problematik eröffnet sich der Philosophie ein spannendes Themenfeld: Die fortschreitende Technologisierung der Welt scheint außer Kontrolle geraten zu sein, Horrorvisionen einer zukünftigen Welt unter der Gewaltherrschaft von Maschinen und blinder Fortschrittsoptimismus stehen nebeneinander. Die Philosophie muss hier ethische Stellung beziehen. Doch inwieweit kann sie sich in der Diskussion um Risiken und Chancen des Fortschritts beteiligen und einen akzeptablen Lösungsvorschlag bringen? (mehr…)

30. Juni 2007. Gedanken. 2 Kommentare.

Künstliche Intelligenz

Von Josef Joller

Die «neue» künstliche Intelligenz
Ein nach wie vor aktuelles Thema in der Informatikforschung ist die «neue» künstliche Intelligenz (KI) oder «Embodied Artificial Intelligence» (AI).
Ziel der KI ist die Konstruktion und das Verständnis menschlicher Intelligenz. Neu ist seit Mitte der 60er-Jahre, dass dies anhand von Konstruktionen an autonomen Robotersystemen geschieht, die in dynamischen Wechselwirkungen mit ihrer Umwelt intelligentes Verhalten zeigen. Dies setzt voraus, dass die Kreaturen eine minimale Autonomie besitzen, so genannte Agenten sind. Diese Art KI unterscheidet sich deutlich von jener der 70er-Jahre, wo man sich überwiegend mit Teilgebieten und deren Algorithmen befasste. Dies führte zu Systemen, die mit einer stark vereinfachten Umweltkomplexität und einem sehr stark eingeschränkten Intelligenzbegriff auskommen mussten und konnten. In der «neuen» KI versucht man diese Vereinfachungen zu vermeiden: Ein «embodied» KI-System muss sich in der realen Welt bewähren. (mehr…)

29. Juni 2007. Gedanken. 3 Kommentare.

Sound-Experimente 5 (Weird Stuff)

„The reacTable is an electro-acoustic music instrument with a tabletop Tangible User Interface that has been developed within the Music Technology Group at the Universitat Pompeu Fabra in Barcelona (…)“ weiter bei Wikipedia

Reactable live in Berlin:

Worms making music:

Circuit bending is the creative short-circuiting of low voltage, battery-powered electronic audio devices such as guitar effects, children’s toys and small synthesizers to create new musical instruments and sound generators.

25. Juni 2007. Musik, Skuril. Kommentieren.

Sound-Experimente 4 (Sampling)

„…Die Ära des digitalen Sampling beginnt 1979 mit integrierten digitalen Synthese-, Aufzeichnungs- und Samplingsystemen im Hoch-Preis-Bereich wie Fairlight CMI und Synclavier. Der Emulator I (1981) war wenig später bereits für eine fünfstellige Summe erhältlich, Mitte der 80er-Jahre waren Sampler wie der Ensoniq Mirage oder der Polaroid-Sampler Akai S-612 auch für Bands erschwinglich.(…)
Mit der Verfügbarkeit erschwinglicher Technik verbreitet sich Sampling zunehmend in der populären Musik. Die Firma Casio stellt das Samplingkeyboard SK-1 vor, welches erstmals (noch in 8 Bit) ermöglicht, zwei bis drei Sekunden lange Klänge aufzunehmen und in allen Tonhöhen wieder abzuspielen. Besonders in der Pop-Musik und beim Hip-Hop (MPC) erfreut sich die Technologie bald großer Beliebtheit. Einer der populärsten Vorreiter war das Stück Pump up the volume von MARRS aus dem Jahre 1987. Der 16 Bit-Standard ist Mitte der Neunziger professionell üblich. Genres wie Drum ’n’ Bass, Breakbeat, House oder Trip Hop basieren fast vollständig auf den neuen Möglichkeiten, die Sampler, wie die der Firmen Akai, Roland, Emu oder Korg, Musikern nun verschaffen. Schallplattensammlungen dienen als Fundus auf der Suche nach dem idealen Loop. Die Tracker-Szene nutzt vorhandene PC, Soundkarte und Software sowie Sample-CDs, um Ähnliches zu tun. …“ weiter bei Wikipedia
Digital-Sampling:



Live-use:

Monome KSD:

Lemur Sequenzer mit Touch-Screen:

Und hier eine Live-sampling mit Beatbox-Elementen (siehe Sound-Experimente 2):

25. Juni 2007. Musik. Kommentieren.

Sound-Experimente 3 (Scratching)

„Nach der Verbreitung des Scratchen innerhalb des Hip-Hop ab Ende der 1970er Jahre, wurde es durch die Hit-Single Rockit von Herbie Hancock 1983 erstmal der breiten Öffentlichkeit bekannt. Das Scratch-Solo auf dem Sprachsample „scratch“ in der Mitte dieses Stückes machte dieses Sample zu einem häufig auf Scratchplatten wiederveröffentlichten Standard.

Vor allem in den letzten 10 Jahren wurden eine Vielzahl Unterschiedlicher Techniken (engl. Moves) zur Erzeugung bestimmter Klänge und Rhythmen entwickelt. Mittlerweile hat sich daraus und aus dem Beatjuggling eine eigene Kunstform gebildet, das Turntablism. (…) “ weiter bei Wikipedia 

25. Juni 2007. Musik. Kommentieren.

Sound-Experimente 2 (Human Beatbox)

Zunächst unser Freund Lasse Gjertsen (siehe Sound-Experimente 1) mit einer allerdings wieder mit Stop Motion geschnittenen Beatbox

Es geht aber auch ohne Fremdhilfe, wie man am Beispiel von Beardyman (Kenny Everett) sieht

Mr. Scratch (USA):

Joel Turner bei Australien Idol:

Hier der Nouvelle-Star-Anwärter Joseph (Frankreich):

Eklips (Frankreich):

Shlomo (UK):

Drum ‘n Bass von UK Human Beatbox:

14. Mai 2007. Musik. Kommentieren.

Sound-Experimente 1 (Stop Motion)

Hier ein Video (Titel: „Amateur“), das ich zuerst bei Metacafé gesehen habe. Ein sowohl des Klavierspiels als auch der Percussion völlig unkundiger Zeitgenosse namens Lasse Gjertsen hat mithilfe des Videoschnittprogramms „Stop Motion“ ein Musikstück geschaffen, dass von erstaunlicher Virtuosität zu zeugen scheint.

Das Video inspirierte auch andere Stop-Motion-Adepten wie z.B. den Autor des folgenden Clips. Er spielt ein Klavierstück von Yann Tiersen auf mehr oder weniger einem Finger…

… oder diesen 1-man-act mit einem Song der Indiepopband Soup aus Norwegen.

… oder dem gesampelten Do-Re-Mi-Song aus „the Sound of Music“ mit U2-Schlagzeug

14. Mai 2007. Musik. Kommentieren.

Max Goldt

Max Goldt (* 18. September 1958 in Weende, heute ein Ortsteil von Göttingen; eigentlich Matthias Ernst) ist ein deutscher Schriftsteller und Musiker. Er zog 1977 nach dem Abitur nach Berlin, wo er eine Fotografenausbildung begann. Er brach diese jedoch ab und wandte sich der Musik zu. 1981 gründete er zusammen mit Gerd Pasemann das teilweise der Neuen Deutschen Welle zugeordnete Duo Foyer des Arts (bekannteste Lieder: Eine Königin mit Rädern untendran, Wissenswertes über Erlangen, Komm in den Garten, Hubschraubereinsatz), für das er textete und sang. Zahlreiche Schallplattenveröffentlichungen, auch solo, folgten (zum Beispiel 1984 Die majestätische Ruhe des Anorganischen). Mit Stephan Winkler produzierte er als Musik-Duo NUUK die LP/CD Nachts in schwarzer Seilbahn nach Waldpotsdam.

Heute ist er vorrangig als Schriftsteller bekannt. Nachdem er mit humorvollen Kolumnen in der Berliner Underground-Zeitschrift Ich und mein Staubsauger in kleinem Kreis Aufmerksamkeit erregte, engagierte ihn das Satire-Magazin Titanic. Hier veröffentlichte er zwischen 1989 und 1998 108 Kolumnen unter den Titeln Aus Onkel Max’ Kulturtagebuch, Diese Kolumne hat vorübergehend keinen Namen, Manfred Meyer berichtet aus Stuttgart und Informationen für Erwachsene. Seit Januar 2005 erscheint diese Titanic-Kolumne wieder. In unregelmäßigen Abständen erscheinen Kompilationen (nicht nur von Kolumnen, auch von Fotos, Liedtexten, Dialogen und Tagebucheinträgen) in Buchform.

Seine Texte zeichnen sich allesamt durch Wortwitz, hohe sprachliche Eleganz und die Kunst der Abschweifung aus. Häufig ironisiert er die Ironie selbst wiederum. Wenn er sich zum Beispiel scheinbar über Kleinigkeiten echauffiert, tut er dies entweder aus Freude am harmlosen Echauffieren oder um das sinnlose Echauffieren zu parodieren. Seine Texte schlagen deshalb sprachlich wie inhaltlich Haken, die es dem Leser schwer machen, sich mit dem Inhalt zu solidarisieren. So lässt er den Leser letztlich immer wieder im Unklaren, ob der Autor sich mit dem Leser überhaupt solidarisieren möchte. Kritiker schätzen genau diese Freude am Disparaten und am sprachlichen Hakenschlagen (vgl. Hans Mentz, „Komik a la carte“, Titanic Jahrgang 1986).

Seit 1996 arbeitet Goldt als Comictexter mit dem Zeichner Stephan Katz zusammen (zahlreiche Alben als Comicduo Katz und Goldt), Comic-Strips erscheinen regelmäßig in Titanic, Intro und der Zeit.

Max Goldt lebt als freier Schriftsteller und Musiker in Berlin, unternimmt jedoch regelmäßig Lesereisen durch den deutschsprachigen Raum. Auf diesen Lesungen testet er stets auch unveröffentlichte, noch in Arbeit befindliche Texte.

hier ein kleiner Lesespass:
Intaktes Abdomen, dank coolem Verhalten
11.09.01
Bitte keine Blumen. Ich habe keine Vasen. (Tagebuch)

12. Mai 2007. Literatur. Kommentieren.

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